Neutankanlagen

Anlagentypen

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen unterirdischen und oberirdischen Tankanlagen. Unterirdische Tankanlagen sind vollständig oder zumindest teilweise im Erdreich eingebettet und müssen doppelwandig sein. Dementsprechend sind oberirdische Tankanlagen vollständig an der Oberfläche positioniert und können einwandig in der Auffangwanne aufgestellt werden. Die Überwachung von doppelwandigen Behältern erfolgt mittels eines Leckanzeigegerätes, das die mögliche Undichte an der inneren oder äußeren Behälterwand selbsttätig anzeigt.



Lagerungsmöglichkeiten

Fällt die grundsätzliche Entscheidung auf eine mit Heizöl betriebene Heizungsanlage, kann man entsprechend der Rahmenbedingungen zwischen der oberirdischen oder unterirdischen Lagerung auswählen. Für unterirdische Behälter gilt, dass sie bis 10.000 Litern Fassungsvermögen anzeigepflichtig sind. Darüber hinaus bedarf es in den häufigsten Fällen einer Baugenehmigung für die Einlagerung von Tanks. Der Bauantrag dafür muss in der Regel beim zuständigen Landratsamt eingereicht werden. Die Einlagerung kann erst nach Freigabe dieses Antrages erfolgen.

Wer zur oberirdischen Heizöllagerung tendiert, wird heutzutage in den meisten Fällen auf einen standortgefertigten Tank aus Stahlblech zurückgreifen. Die Stahlbleche werden in Einzelteilen angeliefert und im Lagerraum von geprüften Schweißern vor Ort im Kellerraum zu einem Tank verschweißt. Das hat den Vorteil, dass man diese Lagerungsvariante auch bei engsten Platz- und Einbringungsmöglichkeiten problemlos installieren kann.   

Alternativ sind Kunststoff- oder GFK-Batterietanks erhältlich, die im Ganzen in den Tankraum eingestellt und mit den dazugehörigen Armaturen zu einer Tankanlage montiert werden. Da die Tanks bereits vom Hersteller im Werk fertig montiert sind, findet diese Tankart nur dann Verwendung, wenn ausreichend Platz zur Einbringung des Tanks in den Tankraum besteht.

Verschiedene Tanktypen zur Lagerung

Kunststoff-Batterie- oder Kunststoff-Systemstanks aus PE oder PA zur Aufstellung im zugelassenen und beschichteten Auffangraum innerhalb von Gebäuden.

Glasfaserverstärkte Kunststofftanks (GFK) zum Einsatz innerhalb von Gebäuden ohne Auffangraum – in Wasserschutzgebieten mit entsprechendem Auffangraum

Innerhalb von Gebäuden ohne Auffangraum ist auch die Aufstellung von doppelwandige Kunststofftanks möglich.

Bei vorhandenem Auffangraum kann auch ein einwandiger, oberirdischer und zylindrischer Stahltank gewählt werden. Ist kein Auffangraum vorhanden muss der oben genannte Tank doppelwandig und mit Leckanzeigegerät sein und kann grundsätzlich innerhalb von Gebäuden oder im Freien verwendet werden.

Standortgefertigte Stahltanks (kellergeschweißte Tanks) sind zum Einsatz innerhalb von Gebäuden im zugelassenen und beschichteten Auffangraum vorgesehen.

Standortgefertigte doppelwandige Stahltanks mit Kunststoff-Innenhülle sowie Leckanzeigegerät sind auch für Gebäude ohne Auffangraum möglich.

Unterirdische, doppelwandige Stahltanks mit Bitumenaußenisolierung und Leckanzeigegerät für die unterirdische Lagerung von Heizöl oder anderen wassergefährdenden Flüssigkeiten gemäß vorliegender Stofflisten.


Die oben genannten Tankbauvarianten sind die derzeit Meistverwendeten. Alternativ gibt es noch eine Vielzahl von weiteren Tanks zur Lagerung von Heizöl.



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